Geschichte

Deutenbach, der kleine Ort südwestlich an die Stadt Stein angelehnt, wurde erstmals im Jahre 1140 erwähnt. König Konrad III. bestätigt urkundlich einen Gütertausch vom Kloster Prüfening (nähe Regensburg) und dem Burggrafen von Regensburg. Der heutige Ort Deutenbach wird in mehreren Urkunden des 14. & 15. Jahrhunderts als Teufenbach (1273), Tiuffenbach (1291), Teuffenwach (1312), Teuchenbach (1406), Tyffenbach (1446) erwähnt. In diesen Ortsnamen steckt jeweils das Wort „Tiefen Bach“, das eine Ansiedlung am tiefen Bach benennt. Zutreffend für den Ortsteil Unterdeutenbach der an dem Einschnitt des Haselgrabens mit seinem Bach liegt. Die Unterscheidung Ober– und Unterdeutenbach wird in einer Zehntregulierung im Jahre 1430 urkundlich vermerkt. Es wird die lateinischen Bezeichnungen „inferior Teuffenbach“ das untere Teuffenbach gebraucht. Vom 17. Jahrhundert an erscheint die Bezeichnung Teufenbach oder Deubenbach, erst im 19. Jahrhundert festigt sich die Ortsbezeichnung zum jetzigen Deutenbach. Freilich ist das heute bescheidene Bächlein, das durch den Grund fließt, kein tiefer Bach. Wer sich aber an den alten Dorfweiher erinnert, der tief unter der Fahrstrasse lag, die den Graben auf ziemlich hoher Steinbrücke überquerte, dem erscheint die Erklärung schon einleuchtend. Oberdeutenbach dürfte einen ritterlichen Burgstall gehabt haben, so die Schenkungsurkunde von Ritter Bruno von Immeldorf an das Kloster Engelthal vom Jahre 1273. Darin vermacht besagter Ritter dem Kloster seinen Besitz in Teufenbach, nämlich einen Wirts- oder Maierhof mit einem Turm, einen Baumgarten, Äcker, Wälder, Weiden und Wiesen ferner ein Pfarrgut, sowie eine Mühle in Genherstorf (Gerasmühle). Im Gegensatz zu der Ortschaft Stein, die in früherer Zeit nur aus einem Mühlgut ohne Feldflur bestanden hatte und somit von der Zehntabgabe befreit war, finden wir in Deutenbach diese uralte Verpflichtung, der Abgabe an die Kirche, vor. Bei dieser Abgabe waren die Ortsteile Ober– und Unterdeutenbach entsprechend ihrer Pfarreizugehörigkeit getrennt. Die Stadelpredigt Was Deutenbach weithin im Volke, wie auch bei Heimat- und Volkskundlern, bekannt macht, ist die althergebrachte „Stadelkirche“.In Deutenbach“ hieß es in unserer Kinderzeit – und wohl auch heute noch- „predigt der Pfarrer in der Krautskouft`n„, in der Krautskufe, im Krautfass also.. Das war gewiss früher einmal wörtlich zu nehmen. Es ist ja nicht verwunderlich, dass ein so bekannter Ort schon lange vor der Reformationszeit eine Kirche oder Kapelle besaß. Wie in alten Urkunden zu lesen ist, hätte sie bereits 1649 einer gründlichen „reparation“ bedurft. Da diese aber nicht ausgeführt wurde, klagte im Jahre 1680 der Wirt Georg Lösel, dass „das Kirchlein daselbsten vorigen Jahres guten Thails eingefallen und zu besorgen seye, wenn das noch übrige gemäuer, welches sehr auf seinem Hoffreuth hänge, auch einfallen würde, es ihme seinen erst vor einem Jahr neu erbauten Bronnen gar bedecken und verschütten dörffte, wie er denn bey Trankhung seines Viehes nicht wenig in Gefahr stehe, in den täglich stucker stein herabfallen„. Und er führte fort: „weil jetzo die Predigten in dem Kirchlein nicht könnten gehalten werden, so hilte der Pfarrer am Bartholomaitag vorigen Jahres solche in seiner Hoffreuth und am verwichenen Ostertag, weil es Regenwetter gewesen, in seinem Stadel, wo durch ihme das Heu und Stroh nicht wenig verderbt und getreten worden seye(Stadtarchiv Nürnberg, Rep 52a/Nr.324) Diese Mitteilung weist einwandfrei auf den Anfang der „Deutenbacher Stadelpredigt“ hin. Der Streit zwischen den Nürnbergern und dem Markgrafen von Ansbach, die beide in Deutenbach Hintersassen hatten, wer die
„bußwürdige Kirche zu Deutenbach“ wieder aufbauen müsse, wurde nie entschieden und die Deutenbacher bekamen ihre Kirche nicht wieder. Mehrere ernsthafte Versuche, zuletzt 1728 schlugen fehl, und so zeugen heute nur noch ein paar ganz spärliche Reste im Garten des Bauern Lösel von der einstigen Kapelle. Es blieb bei der „Stadelpredigt„. Der Bauer auf dessen Hofreut (von Rodung) der Gottesdienst noch heute abgehalten wird, bekam zur Entschädigung die Nutzung eines Grundstückes, dem Kirchenacker. Ihm wurde seinerzeit die Verpflichtung auferlegt. Nach dem Gottesdienst dem Pfarrer, dem Kantor und dem Messner ein in allen Einzelheiten vorgeschriebenes Mahl zu bieten. Wenn man an der Kirchweih (Bartholomäi) nach Deutenbach wandert, fallen einem Scharen von Leuten aus den umliegenden Dörfern, aber auch von Stein und sogar aus Nürnberg auf, die alle dem gleichen Ziel zustreben, der „Stadelkirche„. Auf einfachen Bänken sitzt man bei gutem Wetter im Freien, und die wenigeren Besucher finden an Regentagen wie einst unter dem Vordach der Scheune Platz, um die Predigt des Geistlichen anzuhören und ihre Andacht zu verrichten. Eine einfache Kanzel hat die „Krautkufe“ von einst ersetzt, und der Posaunenchor begleitet den Gesang der Andächtigen. Das Glöcklein auf dem weit ausladenden fränkischen Dach schallt hell hinaus in den Morgen. Über 300 Jahre mussten vergehen, bis sich in Deutenbach auf dem kirchenbaulichen Sektor wieder etwas tat. Groß war die Freude, als 1975 der Kindergarten und das Gemeindezentrum Paul-Gerhard seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Nun hatte man mit der Kapelle endlich wieder ein Gotteshaus, und es kam wieder leben in eine Schlafstadt, was das jährlich stattfindende Gemeindefest und die zahlreichen Kreise und Gruppen beweisen. Auf den bürokratischen Segen der Kirchenobersten zur eigenständigen Kirchengemeinde mussten die evangelischen Gemeindemitglieder aber noch einmal 10 Jahre warten. Der Langgehegte Wunsch ging im Jahre 1985 endlich in Erfüllung: Nach langen Ablöseprozess vom Steiner Pfarramt Martin Luther wurde die Eigenständigkeit offiziell vollzogen. Dann am 4. Advent 1992 wurde in Deutenbach die neu architektonisch eigenwillige Kirche den Gläubigen übergeben. Die Anwesen in Deutenbach Ein kleiner Rundgang durch Ober– und Unterdeutenbach versucht die Geschichte der Anwesen und ihrer Bewohner bekannt zu machen. Der große Hof in Oberdeutenbach von Bertelsdorf kommend, gehörte der Nürnberger Patrizierfamilie Ebner von Eschenbach. In der Wehrliste von 1615 wird der Hofbesitzer Fritz Praun benannt. Im 16. Jahrhundert besitzt die Familie Bauer den Hof lange Zeit. Nach dem 30- jahrigen Krieg finden wir darauf die Familie Keil. Im Jahre 1764 heiratet Bauer Johann Adel aus Banderbach in den Hof ein. Der Bauer Georg Adel teilt im Jahre 1832 den Hof mit seinem Sohn Wolfgang Adel. Der Feldbesitz wird im Jahre 1863 zertrümmert, den Gebäuderest erwirbt der Gütler Georg Bloß, dessen Witwe heiratet 1876 den Bauer Joh. Paul Hauerstein. Die Familie Hauerstein bewohnt heute noch das Anwesen. Die Andere Hälfte des Anwesens wird im Jahre 1858 zertrümmert. Der Rest, mit dem Bauernhaus, bleibt jedoch im Besitz der Familie Adel bis zum Jahr 1959, als Leonhard Adel das Anwesen aufgab. Das Wohnhaus ging an die Familie Findeis über, während den Feldbesitz die Eheleute Heinrich und Margarethe Schmidt erbten. Diese bauten den Aussiedlerhof Krottenbacher Str. 14. Der heutige Löselsche Hof war der Meierhof des einstigen Staufischen Burgsitzes in Deutenbach. Im Jahr 1675 heiratet ein Georg Lösel in den Hof ein. Im Jahre 1862 wieder durch Einheirat kommt der Hof an Urban Lösel einen Bauernsohn aus Nemsdorf. Fortan ist der Hof (heute Hofwiesenweg 6) im Besitz der Familie Lösel geblieben. Jetziger Besitzer ist der Landwirt Andreas Lösel. Das Anwesen neben dem Lösel Hof führte in früher Zeit den Namen Schenkengut. Das Gültbuch vermerkt eine Familie Brunner die auch noch die „Schenkstatt“ in Oberdeutenbach besaß. Durch Heirat ging der Besitz 1673 an Hans Lohbauer über. In der folgenden Zeit wechselt das Wirtshaus mit der Hälfte des Flurbestandes oft den Besitzer. Seit 1868 besitzt es die Familie Schwab. Das Wirtshaus lag abseits der Strasse und trug den stolzen Namen „Zur Reichskrone“ Das Nebengebäude lag schräg gegenüber an der Straßenecke im „schönen Garten“ .In jüngster Zeit (1957) wurde von Ludwig Simon, den Schwiegersohn der Familie Schwab ein großes Wohn und Geschäftshaus errichtet und der Gaststättenbetrieb hierher verlegt, als Gasthaus SIMON weithin bekannt. Die andere Hälfte des Schenkengutes blieb als kleines Bauerngut in dem Besitz der Familie Lohbauer. Dann besaß es eine Familie Galsterer, dann ging der Besitz auf Konrad Bloß und dessen Frau über. Ihr Nachkomme Johann Bloß bewirtschaftete den Hof bis zu seinem Tod. Das heutige „Lämmermannsche Anwesen“ (Regelsbacher Str.44 /46) gehörte dem St. Johannis-Siechkobl. Nach einem Eintrag im Salbuch muss der Hof schon im Jahre 1300 im Besitz des Siechkobls gewesen sein. Um 1600 hat Hans Lemmermann der Jüngere den Hof von seinem Vater gleichen Namens übernommen. Durch Fehlwirtschaft und den 30-jährigen Krieg gerät der Hof in Verschuldung und per Ratsverlass wird verfügt, dass der Sohn Hans Lämmermann den Hof weiterführen darf bis ein Käufer gefunden wird. Dies war nicht der Fall und so blieb der Hof in Händen der Familie Lämmermann bis ins Jahr 1965. Die ehemalige Schmiede wird noch zum Ortsteil Oberdeutenbach gerechnet. Frühe Eintragungen aus den Salbüchern von Kloster Engelthal aus den Jahren 1312/1350 belegen dieses. Man vermutet den Standort in der Nähe des jetzigen Gasthauses SIMON. Um 1500 wird dann die Schmiede, wahrscheinlich wegen der Feuergefährlichkeit, ans untere Dorfende verlegt. In verschiedenen Registern wird erwähnt, dass die Schmiede in Gemeindeeigentum übergegangen ist. Ab 1700 hatte die Schmiede verschiedene Besitzer z.B. 1789 Familie Galsterer, welche die Schmiede bis in die Neuzeit über 100 Jahrelang besessen hat, als Huf- und Waffenschmiede in Deutenbach. Im Jahre 1898 übernimmt Joh. Ulrich Galsterer die Schmiede von den Eltern, danach ist sie im Besitz der Familie Seidel und Familie Stolz. Die Stolz`schen Erben ließen nach dem letzten Krieg die Schmiede durch Pächter betreiben. Der letzte Schmied in Deutenbach war Timotheus Meyer 1955 wurde die Schmiede ganz aufgelassen, seitdem ist das Anwesen ein Privatwohnhaus (Regelsbacherstr.38). Zu Ortsteil Oberdeutenbach zählte auch das frühere Kreiselmeiersche Wirtshaus. Entstanden ist das Wirtshaus (heute abgerissen und als Geschäfts- und Wohnhaus neu errichtet) in der Zeit um 1720.Als erster Wirt wird Herr Johann Thomas Kreiselmeier benannt. Der Enkel ebenfalls ein Joh. Thomas Kreiselmeier baut das Anwesen zu einem ansehnlichen Besitz aus. Neben der Gastwirtschaft betreibt er eine Branntweinbrennerei, eine Bäckerei und im Winter bei den Nachbarn eine Metzgerei. Bis zum Abriss im Jahre 1998 wird das Wirtshaus von Pächtern weiter betrieben. Zu den Höfen und Gütern in Unterdeutenbach gehört der sog. Pömerhof. Die Pömer gehörten zum Nürnberger Patriziat. Wahrscheinlich wurde der Hof im Markgrafenkrieg 1449 zerstört und nicht wieder aufgebaut (Regelsbacher Str.32/34). Bis 1530 gehört der Hof der Fam. Waibel, bis 1560 einem Conz Mümler. Ab 1560 sind die beiden Conz Roming, Vater und Sohn, die Besitzer des Pömer Hofes. Im Jahre 1606 heiratet Hans Lohbauer Wirtssohn aus Oberweiherbuch die Witwe Margareta. 200 Jahre bleibt der Hof im Besitz der Lohbauers bis dann der Hof geteilt wird. Anschließend an den Pömerhof befand sich ein weiterer großer Bauernhof (Haller Hof erstmals erwähnt um 1300) welcher der Patrizierfamilie Haller in Nürnberg gehörte. Der Hof wechselte 1446 (Cunz Braun) 1600 (Fritz Braun) und 1647 an Familie Wening. Am 28.September 1658 mittags 12 Uhr ist des Hans Wenings, Bauern zu Unterdeutenbach, Hauß samt aller Farnus (=bewegliche Habe)im Feuer aufgegangen, als übern Essen gewesen. Etliche meynen, es sey durchs Tabacktrincken(=Tabakrauchen) ins Futter gerührt worden. 10 Jahre nach dem Brand starb Hans Wening an den Folgen einer Schlägerei mit seinem Nachbarn. Um 1700 wurde der Hof zu gleichen Teilen innerhalb der Familie Wening aufgeteilt. Der Hofteil des Conrad Wening (Regelsbacherstr.30) wird 1905 von der Familie Pantasch erworben. Der andere Halbhof wird, nach Wechsel mehrerer Besitzer, 1937 von der Gemeinde Stein erworben und als Wohnhaus vermietet, außerdem befindet sich das Gerätehaus FFW-Deutenbach auf dem Grundstück. Das Nürnberger St. Klara Kloster besaß in Unterdeutenbach ein kleines Gut (Regelsbacherstr. 28) Bis nach dem 30-järigen krieg sind die Besitzverhältnisse ungeklärt. Danach, seit 1650, hat es der Dorfschuster Friedrich Rauh besessen. Ab 1680 Hans Brunner. Der heutige Besitzer ist Konrad Stahl. Das heutige Wohnhaus zeigt sich noch in seiner Gestalt von 1800 und früher. Ein Wohnhaus mit angebauter Scheune in der sich für den Tagelöhner noch eine Wohnung befand. Durch die starke industrielle Entwicklung des Nachbarortes Stein hat seit 1880 auf der angrenzenden Unterdeutenbacher Flur eine starke und rege Bautätigkeit stattgefunden, so dass allmählich ein neuer Ortsteil entstand, dieser wurde allgemein Neudeutenbach genannt. Im Jahre 1885 wurde diese durch einen Beschluss der Gesamtgemeinde Deutenbach aktenkundig (Die in der Flurgemeinde Ober- und Unterdeutenbach gelegene, seither schon Neudeutenbach benannte Ansiedlung soll diesen Namen definitiv behalten.) Ein Jahr später erhält der Wirtspächter Peter Walther die Genehmigung zur Ausübung einer Bierwirtschaft (Gasthof Waldlust) auf dem Anwesen Haus Nr. 35 in Neudeutenbach. Dieses Gasthaus wurde in den 90er Jahren abgerissen und ein Neubau der Sparkasse entstand. Im Jahre 1881 entstand das Anwesen Haus Nr.33 des Zimmermann`s Michael Walther, welches nach dem 1. Weltkrieg von Schreinermeister Christian Krügel erworben wurde, daraus entstand dann die Firma Möbel Krügel (jetzt XXXLutz) Nach langwierigen Verhandlungen wurde im Jahre 1921 die Eingemeindung von Ober-, Unter- und Neudeutenbach nach Stein vollzogen. Die Entwicklung des Ortsteil Deutenbach in die Gemeinde Stein Die Parkanlage an der Regelsbacher Str. entstand 1924 als so genannte Notstandsarbeit um die Arbeitslosen in der Gemeinde zu beschäftigen. Diese Anlage war seinerzeit keineswegs unumstritten. Ein Mitglied des damaligen Gemeinderates erklärte: “ Ich kann mich nicht dafür erwärmen, dass der Acker angepflanzt werden soll, weil ich kein Bedürfnis dafür ersehen kann und die Natur genügend Platz für Erholungssuchende bietet“ Die Naturhistorisch Gesellschaft kaufte Anfang 1925 einen Teil des Haselgrabenholzes, auf dem das Freiland – Terrarium mit seinen Anlagen entstand. Um die gleiche Zeit ist die Gartenkolonie „Heimgarten e.V.“ entstanden, mit vielen Gartenhäusern darauf als Grundlage für eine spätere Siedlung. Auch auf ehemaligen Deutenbacher Flurstücken wurde 1934 das Gebäude der Gendarmerie und Sanitätsstation errichtet. In einem Waldstück neben dem Park an der Regelsbacher Str. entstand 1938 das Hitlerjugendheim, seit 1946 befindet sich hier die Zentralstelle des Bayerischen Müttergenesungswerkes. Ebenfalls auf einstiger Deutenbacher Flur entstand die Katholische Kirche an der Albertus Magnus Str. zusammen mit einem Kindergarten, Schwesternstation und Altenheim. Gegenüber wurde 1956 der neue Gemeinde Friedhof mit Aussegnungshalle angelegt. Letztendlich darf das Freizeitbad Palm Beach nicht vergessen werden . Wie schon erwähnt, entstand dort wo der „Deutenbach sein Bett tief in den Talrand der Rednitz
sägte, der romantische „Haselgraben“. Er ist auch heute noch ein beliebter Wanderpfad, der naturliebende Menschen immer wieder anziehen wird, genauso wie die herrliche Eiche im Ortskern und der bekannte „Teufelskessel“ der auch zur näheren Umgebung Deutenbachs zählt. Auf der 1964/65 großzügig verbreiterten Deutenbacher- und Regelsbacher Strasse entwickeln zahlreiche Pendler einen lebhaften Verkehr. Den stärksten Bevölkerungszuwachs in seiner Geschichte hat Deutenbach im herbst 1968 erfahren, als man grünes Licht zum Bau der Trabantenstadt am Goethering gab. Heute wohnen dort ca. 4500 Menschen, die mit zahlreichen Einrichtungen in ihrer Daseinsfunktion wohlversorgt sind. Damit diese Mitbürger auch verkehrsmäßig gut angebunden sind, entschloss man sich 1971 zum Bau der Schillerstrasse, wohlwissend, dass man mit dieser Maßnahme ein Stück Deutenbacher Romantik durchtrennen werden würde, denn der Haselgraben wird nun an dieser Stelle regelrecht überfahren. Als wahre Erlösung von morgen- und abendlichen Fußmärschen wurde Ende 1964 die Buslinie empfunden, die zunächst ihre Endhaltestelle im Ortskern hatte und dann, mitte der 70er Jahre zum Neubaugebiet Goethering verlängert wurde. Freuen durften sich 1969 auch die Deutenbacher Schulkinder für die sich der Schulweg, sie mussten in die Volksschule nach Oberweihersbuch, wesentlich verkürzte: Die Grundschule am Neuwerkerweg wurde fertig gestellt und nach dem bau der Hauptschule wurde im Oktober 1973 die gesamte Schulanlage eingeweiht.Verfasser Rudolf Knörr